Ich habe eine Maschinenbesichtigung gemacht, die es wirklich wert ist, weiterzuerzählen – diesmal hat es BUSA GYMF bis nach Sizilien geschafft.
Eine neue Region bringt immer Überraschungen mit sich, und die erste ausgelieferte Maschine ist stets ein bedeutender Meilenstein. Die örtlichen Betriebe suchten nach einem mechanischen Unkrautbekämpfungsgerät, das für Plantagen geeignet ist und die gesamte Fläche bearbeiten kann. Ihre Wahl fiel auf eine Lösung, die alles andere als einfach ist: Die RP‑Serie kann dank ihres Parallelaufhängungssystems seitlich ausgeschwenkt werden und passt sich so perfekt an die unterschiedlichen Reihenbreiten und Bewirtschaftungssysteme der Plantagen an.
Wir waren übereingekommen, die Maschine zuerst zu liefern und später zur Inbetriebnahme zurückzukehren. Am Ende klappte es beim dritten Anlauf, denn zweimal zuvor ist mir buchstäblich am Tag vor der Abreise der Himmel auf den Kopf gefallen. Klimawandel. Im ersten Quartal allein wurde bereits der frühere Jahresniederschlagsdurchschnitt erreicht. Bevor ich ankam, hatten sie die Maschine schon ausprobiert, aber das härtere Gelände hoben sie sich für mich auf. Schließlich soll ja ich die Maschine zu Schrott fahren.
Das Gebiet selbst ist ein malerischer Hang: Weinberge, felsige Abschnitte weiter oben und stärker tonhaltige Böden weiter unten, noch feucht vom jüngsten Regen. Es handelt sich um eine zertifizierte Bio‑Plantage, und je nach Sorte und eingesetzter Technologie sind einige Reihen bearbeitet, während andere begrünt sind. Außerdem experimentieren sie mit lebenden Begrünungen zwischen den Reihen und mit Deckfrüchten.
The first plot had been deep‑cultivated just a day earlier. As expected, there were major surface irregularities, drying soil, and clods the size of footballs. Perfect — let’s see what happens 😉. What could possibly go wrong. We started with steeper angles to achieve better working depth and a more even finish, and a bit of extra aggression never hurts when larger residue patches remain on the surface here and there. We were pleased — it handled it well. Later, on the way back, we tried a flatter setting, and the result looked even cleaner, but even the initial pass was already satisfying.
Wir gingen weiter zum unbearbeiteten Bereich mit Deckfrüchten. Hier war der Boden durch die Beschattung deutlich feuchter und fester. Wir reduzierten den Winkel von steil auf mittel, damit die Messer eine breitere Arbeitsbreite greifen, und mit einem einmaligen Hin‑ und Rückweg öffneten wir die meterhohe Vegetation sauber auf. Wir probierten dieselbe Einstellung auch auf einem zuvor gemähten Abschnitt aus, doch das erwies sich technologisch nicht als sinnvoll. Die abgeschnittenen Stängel und der rutschige Ton boten den Messern keinen Halt, und das Ergebnis sah entsprechend unsauber aus. Man muss vorher also nicht mähen – eine Arbeitsgang weniger.
Dann kam die Frage: Sollen wir uns die Olivenplantage ansehen? Aber sicher! Genau. Dieser Moment, in dem ein Kind aus der ungarischen Tiefebene staunend feststellt, dass Oliven auf nacktem Fels wachsen können. Bedeutet: Das Grundgestein liegt buchstäblich im Reihenabstand. Eine fingerbreite Schicht aus kleinen Steinen, darunter massiver Fels. Durch die enormen Niederschlagsmengen war der Zwischenraum ein wunderschöner grün‑gelber Teppich – Pflanzen, die aus jeder Felsspalte hervorkamen.
Wir waren nun schon so weit gekommen, also mussten wir es ausprobieren. Wir begannen mit einem steileren Winkel – das Zeug reicht einem schließlich bis zu den Knien. Eine Runde gedreht, nichts ist auseinandergefallen, juhu. Dann probierten wir den Kontrollmodus. Wir stellten auf einen flacheren Winkel um, um zu sehen, was passiert. Die Messer konnten sich hervorragend im Fels festkrallen, sodass die Arbeit auch mit flacheren Einstellungen gut funktionierte, trotz der enormen grünen Biomasse.
Beides funktionierte: – Mit steilem Winkel riss er die Vegetation in deutlicheren Bahnen auf. – Mit flachem Winkel zerdrückte er das Grün gleichmäßig – aber ohne es zu zerreißen.
Alle waren zufrieden, und beim Abendessen nippten wir an dem Wein, der direkt aus der Plantage stammte, die nun mit BUSA‑Geräten bewirtschaftet wird. Es war schön zu sehen, wie die lokalen Betriebe – die Unterkunft, das Restaurant, die Fischer, die Landwirte – miteinander kooperieren.
Am nächsten Tag gingen wir mit rund zwanzig Landwirten und Beratern dieselben Flächen erneut ab. Der Besitzer der Plantage bekam zunehmend ein gutes Gefühl für die Maschine – schneller, präziser, selbstbewusster. Selbst im bearbeiteten Bereich begegneten wir anerkennendem Nicken: Die Kombination aus Tempo, Gleichmäßigkeit und flacher Bearbeitung war überzeugend. Doch die eigentliche Überraschung kam – wieder einmal – im Olivenhain. Dieses Stück Land zerstört sogar einen Schlegelmulcher, geschweige denn andere Maschinen. Ich nutzte die Gelegenheit, die Ergebnisse vom Vortag zu zeigen. Dort, wo wir mit dem steilen Winkel alles komplett aufgerissen hatten, war das freigelegte Grundgestein bis Mittag völlig ausgetrocknet; während unter dem mit flachem Winkel erzeugten „Mulchteppich“ der Unterboden deutlich feucht geblieben war.
Für den Sommer haben wir die nächste Vorführung geplant – bis dahin wird die Maschine etliche Hektar hinter sich haben, das Wetter wird sich ändern, und wir lernen weiter dazu. Und falls ihr einmal echtes Bio‑Olivenöl sucht: Ich habe da einen Kontakt 😉


