Die Dürre von 2026 erzwingt einen technologischen Wandel, während das wirtschaftliche Umfeld High‑End‑Lösungen für viele Landwirte unerreichbar macht. In dieser Unsicherheit müssen die Schritte kosteneffizient gesetzt werden.
Der BUSA R‑SeedR kann in seiner einfachsten Ausführung einen unkomplizierten Einstieg in die Welt der Direktsaat bieten.
Zuerst entwickelten wir ein Gerät für Bandsaat, Unter- und Nebensaat. Unser Ziel war es, in den Zwischenraum einer 75‑cm‑Hauptkultur zu säen. So entstand die Idee, auf 75‑cm‑Reiheneinheiten ein Paar von 25‑cm‑Säelementen aufzubauen. Dann kam natürlich der Wunsch, die Einheiten auf 50 cm zu setzen – und schon wurde daraus eine weitreihige Getreidesämaschine. Diese Geräte wurden auf einem einfachen Balkenrahmen, also einem Kultivator‑/Strip‑Till‑Grundrahmen, aufgebaut.
Von dort aus brauchte es nur ein wenig Fantasie: Was wäre, wenn wir zwei Reihen mit versetzten Einheiten aufbauen würden – und schon hatten wir den 12,5‑cm‑Reihenabstand. Dafür war jedoch ein Doppelrahmen nötig. Auf das Einklappen verzichteten wir zunächst, und so entstand die 3‑Meter‑BUSA‑R‑SeedR‑Direktsämaschine mit 6 + 6 Doppelscheiben‑Säeinheiten.
Auf den Trägerbalken kann jede gewünschte Anordnung genutzt werden, sodass alle bisherigen Reihenabstände realisierbar sind. Es lässt sich als 12,5‑cm‑Vollflächensämaschine, als 25‑cm‑Weitreihensämaschine oder als Strip‑Till‑/Bandsaat‑Gerät mit 75 cm / 25 cm Reihenabstand betreiben.
Diese Maschine – wie auch die früheren Varianten – wurde entweder über einen Fronttank oder über einen oben montierten Kleinsämereienstreuer (APV) beschickt. Dann entstand die Idee: Wenn wir ohnehin einfache Lösungen einsetzen, passt unser 2,5‑m‑Edelstahl‑Düngerbehälter hervorragend zum 3‑m‑Rahmen. Mit einer kleinen Anpassung kann er sogar als Saatgutbehälter dienen. Über 12 Dosierer lassen wir das Saatgut einfach per Schwerkraft in die Doppelscheiben fallen. Bei Bedarf können Dosierer mit kleinerem Zellvolumen eingesetzt werden. Der Antrieb kann mechanisch erfolgen, alternativ steht eine elektrische, geschwindigkeitsabhängige Ausbringung zur Verfügung.
Wofür ist es geeignet – und wofür nicht? In dieser Ausführung ist es eine Sämaschine, die eher die Was‑Frage beantwortet als die Wie‑Frage. Das Ziel ist klar: die Kultur soll zuverlässig und kosteneffizient auflaufen. Natürlich hält ein zentrales Dosiersystem den Pflanzenabstand nicht zentimetergenau ein – doch unter den aktuellen Bedingungen ist dies ein für viele Betriebe vollkommen akzeptabler Kompromiss.
Um einen automobilen Vergleich zu ziehen: In der Formel 1 werden Vermögen investiert, um die letzten Zehntelsekunden herauszuholen – dort ist das sinnvoll und notwendig. Aber der erste Schritt ist schlicht, überhaupt ein Auto zu haben, das an der Startlinie stehen kann.
Dieses Gerät öffnet die Saatfurche zuverlässig, hält die Ablagetiefe dank seiner Andruckräder stabil und kann für einen sicheren Bodeneinzug problemlos belastet werden.
Der BUSA R‑SeedR ist keine günstige Kopie von Premium‑Direktsämaschinen, sondern ein bewusst einfach gehaltenes, auf die wirklich notwendigen Funktionen reduziertes Einstiegsgerät in die Welt der Direktsaat.


