BUSA in Action – Wir haben die Stoppelbearbeitung mit dem VrootR getestet

Wir setzten die Tests mit dem VrootR auf schwarzem, schwerem, trockenem und verdichtetem Boden in Ököritófülpös fort.

Zuerst waren wir auf einem Rapsstoppelfeld mit hoher Bestandsdichte und vielen Ernterückständen. Bei etwa 8 cm Arbeitstiefe lief das Gerät ideal: Es schnitt die gesamte Oberfläche durch, kappte aufgelaufene Unkräuter, beseitigte große Risse, und die Pflanzen blieben dank der sehr geringen Bodenstörung an der Oberfläche stehen.

Der zweite Rapsstoppel war lückiger, mit weniger Rückständen, sodass wir deutlich flacher arbeiten konnten – die Arbeitstiefe lag bei etwa 5–7 cm. Auch die Bodenstruktur war leichter zu bearbeiten. Mit einer leistungsfähigeren Sämaschine wäre die Fläche bereits aussaatbereit.

Als drittes gingen wir auf ein Getreidestoppelfeld. Es war dichter und härter als das Rapsfeld, daher stellten wir das Gerät auf die maximale Arbeitstiefe. Interessant war, dass die Schar zwar sauber schnitt und 10–12 cm tief arbeitete, die Oberfläche jedoch so kompakt blieb, dass die harten Bodenblöcke nur aufrissen, aber in handtellergroßen Inseln zusammenhielten. Wenn diese Blöcke zerbrechen, wird die Oberfläche uneben. Beim Hochkommen fanden wir eine Einstellung, die eine Arbeitstiefe von etwa 5 cm hielt. Überraschenderweise konnte die locker bearbeitete obere Schicht die durchtrennten Stoppelreste nicht halten, wodurch die Oberfläche etwas chaotisch wirkte. Trotzdem wurden rund 90 % der Fläche durchtrennt: keine großen Risse, eine lockere Struktur, Pflanzen blieben an der Oberfläche. Es sind „nur“ 90 %, weil wir festgestellt haben, dass 5 cm bereits sehr wenig sind: Wenn unter der 80 cm breiten Schar eine kleine Rinne verläuft, bleibt der stehende Stoppel am Boden dieser Vertiefung erhalten.

Bis jetzt halten die Hartmetallspitzen sehr gut, und auch die Flügel zeigen keinerlei Verschleiß.

Den Scheibenkörper hatten wir bereits am vorherigen Testtag abgenommen. Weder das Vorschneiden, noch die Risslenkung, noch das Durchtrennen der Ernterückstände rechtfertigte seinen Einsatz – und auf trockenem, bindigem Boden benötigt er zudem eine sehr hohe Eindrückkraft.