Frisch vom Zeichentisch – Der Feld‑Wurzelcutter

Diese Maschine ist das Ergebnis eines spannenden Brainstormings. Unser Feldkultivator existiert schon seit Langem – der klassische Gänsefuß‑Typ mit weichen Federn, in zwei bis drei Reihen angeordnet. Er wurde hauptsächlich zur Frühjahrsabtrocknung von lehmigen Böden eingesetzt. (Im Rückblick ist das ein wenig traurig: Vor zehn Jahren bestand auf vielen Flächen das Problem darin, dass der Boden im Frühjahr genug Wasser verlieren sollte, um bearbeitbar zu werden.) Also ja, wir hatten – und haben – ein solches Gerät, aber die große Menge an Ernterückständen und die Zinkenträger sind einfach keine Freunde, egal was man behauptet.

Also brauchten wir ein Gerät, das sehr flach arbeitet und die Ernterückstände nicht einsammelt. Zunächst dachten wir an weiche Federn, viele Räder und eine Reihe von Öffnungsscheiben – aber das wäre ziemlich kompliziert geworden.
Dann kam die Idee: Unser Strip‑Till‑Modul ist ohnehin ein kräftiger Kultivator, folgt sauber dem Bodenprofil und besitzt bereits eine Schneidscheibe. Man müsste lediglich das Ripper‑Messer gegen ein großes Flügelschar austauschen. Und bei groß meinten wir wirklich GROSS – etwa 80 cm Arbeitsbreite.

Das Ergebnis ist eine elegant einfache Maschine. Parallel aufgehängte Fahrwerke garantieren die Arbeitstiefe – oder besser gesagt die geringe Arbeitstiefe. Die Schneidscheiben verhindern ein Verstopfen durch Ernterückstände, und die geringe Anhebung der Schare sorgt dafür, dass sie schneiden, ohne Erde zu transportieren. Da wir nicht tief arbeiten, ist auch kein großer Zugkraftbedarf erforderlich.

Spannend? Finden wir auch.