Werkzeuge für die Stoppelbearbeitung

Das Ziel der Stoppelbearbeitung hängt von der gewählten Anbautechnologie ab. Glücklicherweise muss man heute in Ungarn kaum noch erklären, dass die Stoppeln nicht sofort tief bearbeitet werden – sowohl bei wendender als auch bei nicht wendender Technologie ist die flache Bearbeitung das Ziel. Innerhalb dieses Rahmens gibt es Landwirte, die eine möglichst gründliche Durchmischung anstreben und bis zu 8–10 cm tief arbeiten, andere begnügen sich mit der vollständigen Flächenbearbeitung, und es gibt auch solche, denen es genügt, wenn das Gerät nur einige Rillen an der Oberfläche zieht.

Grundsätzlich empfehlen wir für die Stoppelbearbeitung eine mittelschwere V-Scheibenegge mit 560-mm-Scheiben und einem Abstand von 225 mm. Bei fachgerechter Einstellung bearbeitet sie den gesamten Querschnitt und bietet eine hervorragende Mischwirkung. Ein nützliches Element der Busa Kontrol-Scheibenegge ist der Nivellierregler, mit dem die Geradeausführung der Egge mit einem Handgriff eingestellt werden kann – so wird vermieden, dass die hintere Reihe in der Spur der vorderen läuft.

Trotz der zeitgenössischen, geschäftlich motivierten „Hexenjagd“: Wo die Kurzscheibenegge keine „Scheibenfußkrankheit“ verursacht, tut dies auch die V-Scheibenegge nicht – und wo Letztere Probleme bereitet, verdichtet die Erstere den feuchten Boden ebenso. Bei Bedarf kann die V-Scheibenegge auch mit blattförmigen Elementen ohne Krümmung ausgestattet werden.

Eine leichte Kurzscheibenegge würden wir keinesfalls empfehlen, da ihre mangelhafte Bodenpenetration zu einer streifenförmigen Kratzung der Stoppeln führt – was in die Kategorie des „märchenhaften nackten Kaisers“ fällt.

Eine Alternative zur Scheibenegge kann ein leichter Feldkultivator mit breiten Zinken sein, der die gesamte Oberfläche bearbeiten kann, jedoch eine geringere Mischwirkung aufweist. Schwere Feldkultivatoren bzw. Grubber sorgen bei tieferer Bearbeitung (10–15 cm) für eine angemessene Durchmischung und bearbeiten dabei die Oberfläche – daher empfehlen wir ihren Einsatz eher im Herbst.

Was die „Kombinationen von Arbeitsgeräten“ betrifft, ist bei Sommerarbeiten die Rückverfestigung der Bodenoberfläche unerlässlich – daher sollte unabhängig von der gewählten Maschine stets ein Rückverfestigungswalze verwendet werden.

Auch auf jedes Gerät kann ein Flüssigdüngerapplikator montiert werden, mit dem Nährstoffe oder Bakterien ausgebracht werden können; wie bei Kultivatoren üblich, kann er mit einer geschwindigkeitsabhängigen Steuerung ausgestattet werden. Mit einem Kleinsägerät versehen, lassen sich Begrünungs- oder Zwischenfrüchte in einem Arbeitsgang aussäen.