Mit der Zeit ist No‑Till furchtbar abgedroschen geworden, und seit der Agritechnica 2025 gibt es sogar Hersteller, die den No‑Till‑Grubber „erfunden“ haben. Das ist wirklich die dunkelste Seite des Marketings… Ursprünglich bedeutete No‑Till nichts anderes als Säen, Ernten und Spritzen. Ja, es ist ein glyphosatbasiertes System, genau so wurde es konzipiert. Es hat gute Seiten, wie die Kontinuität der Wurzeln, die Förderung des Bodenlebens durch die Unberührtheit des Bodens und die Mulchbedeckung. Andererseits gibt es Probleme: Glyphosat ist, egal was jemand behauptet, kein Kinderspiel, und irgendwann liegt so viel Ausfallkorn im Boden, dass kein Mittel der Welt alles erfassen kann. Und wenn die Mulchschicht richtig dick ist, verschwindet das im Frühjahr bei Hackfrüchten eingesetzte Mittel nicht rechtzeitig bis zum nachfolgenden Wintergetreide und schädigt dieses ebenfalls. Also braucht man hin und wieder doch ein bisschen Eisen, aber das ist dann nicht mehr No‑Till, sondern Min‑Till oder No‑Till‑Plus oder sonst etwas… aber der No‑Till‑Grubber ist schon eine harte Nummer :D
No‑Till‑Produkte im Sortiment der BUSA BT.
BUSA PPV-6
Diesen Rahmen haben wir ausdrücklich zur Unterstützung der Direktsaat entwickelt. Für die Direktsaat ist ein hoher Schardruck notwendig. Der hohe Schardruck bedeutet selbstverständlich eine große Belastung für den Maschinenrahmen und für die Säeinheit. In den USA gibt es solche Säeinheiten und Sämaschinen, aber diese Maschinen sind nicht für den europäischen Markt gemacht – dort gilt eine 12‑reihige Maschine mit 4,5 m Transportbreite schon als klein. In Europa gibt es flexible Maschinen mit verstellbarem Reihenabstand, aber sie wurden für bearbeiteten Boden entwickelt. Man kann nicht sagen, dass sie schwach wären, sie wurden einfach für etwas anderes konstruiert. Zur Kombination beider Welten wurde der BUSA PPV‑6 Rahmen geschaffen. Mit seinem patentierten Schiebesystem können wir die Arbeitswerkzeuge dort positionieren, wo wir sie haben wollen – zwischen 40 cm und 76,2 cm. Der Rahmen wiegt fast 2 Tonnen, daher sind 300 kg Schardruck kein Problem. Der massive Rahmen hält die Säwagen garantiert präzise und ohne Spiel.
BUSA PreDisc
Das Durchschneiden der Ernterückstände und die Bildung der Saatfurche sind die größten Herausforderungen der Direktsaat. Wenn man nicht gleich mit einer neuen Direktsämaschine in die neue Technologie einsteigen möchte, haben wir dafür den PreDisc entwickelt. Die vorhandene Sämaschine kann hinten aufgesetzt werden, egal ob Einzelkorn- oder Breitstreuer. Auf einem 3‑Meter‑Rahmen haben wir Teilungen von 12,5 … 25 … 50 cm umgesetzt. Falls die Schneidkraft nicht ausreicht, verfügt die Maschine über einen cleveren Lastübertrager, mit dem sie sich über die Unterlenker des Traktors zusätzlich in den Boden drücken kann.
BUSA Mouse Plow
Das ist ein Grenzfall. Eigentlich gehört es eher zum Min‑Till, weil es nun einmal im Boden arbeitet, aber es löst ein typisches No‑Till‑Problem. Wenn wir die regenerativen Bodenprinzipien richtig anwenden, erwacht die Natur wieder zum Leben. Das ist grundsätzlich eine gute Richtung, aber in der Natur gibt es nun einmal nicht so etwas, dass eine einzige Pflanzenart über viele Hektar dominiert – es erscheint immer etwas, das das Gleichgewicht wiederherstellt. So ist es auch mit der Feldmaus. Sie ist ebenfalls Teil der Natur, und im Herbst, wenn ein Teil der Kulturen vom Feld kommt, wandert sie weiter auf Flächen, wo sich viele von ihnen sammeln.
Dafür haben wir den Mouse Plow entwickelt – eine Maschine, die künstliche Gänge anlegt und in diese kleine Mengen von zugelassenem Ködermaterial einbringt.
BUSA RDS - Relay Direct Seeder
Der BUSA Relay Direct Seeder ist eine Sämaschine mit einem ungewöhnlichen, innovativen Ansatz. Er hat sich nicht aus dem klassischen Sämaschinenkonzept entwickelt, sondern aus der Streifenbearbeitung und der Injektionstechnik. Die Grundidee besteht darin, dass es sich um ein kultivatorbasiertes Gerät handelt, da wir es für Relay Cropping und Intercropping (Wechsel- bzw. Mischsaat) konzipiert haben. Das System basiert auf einem Hauptreihenabstand von 75 cm, wobei pro Reihe 2 oder 4 Säaggregate mit 25 cm bzw. 12,5 cm Abstand montiert werden können. Die Saatgutversorgung kann über einen beliebigen Feinsämereiaufsatz oder über einen Fronttank erfolgen.
Min‑till / Regenerativ
Viele Landwirte, denen wir begegnen, möchten vom No‑Till weitergehen (oder sogar einen Schritt zurück machen). Mit dem Fokus auf bodenzentrierte Bewirtschaftung, dauerhafte Bodenbedeckung und kontinuierliche Durchwurzelung möchten sie sich von der Abhängigkeit von Pflanzenschutzmitteln lösen. In diesem Moment rücken die flache oder ultraflache Bodenbearbeitung, die mechanische Unkrautbekämpfung, die mechanische Terminierung, die bandweise Terminierung und die Streifenbearbeitung in den Vordergrund.
Aber dieses Thema verdient später einen eigenen neuen Artikel…


