Vor einem Jahr brachten wir das BUSA MPW Arbeitsgerät – auch bekannt als Mouse Plow, die Maschine zur Ausbringung von Rodentiziden – auf den Markt. Ursprünglich war es für den Feldeinsatz vorgesehen, in Luzerne und in frisch gesäten Getreidebeständen.

Die Grundkonfiguration besteht darin, zwei Arbeitsmodule zu ziehen, mit einem Abstand von etwa 2 bis 2,5 m. Je nach Bodenbeschaffenheit ziehen wir die ‚Schein‑Tunnel‘ entweder direkt in der Traktorspur oder daneben. Auf dem Acker gibt es dabei nicht viel zu variieren: Der Traktor bestimmt den Reihenabstand zwischen zwei Durchgängen, den wir in der Regel alle 10, 15 oder 20 m wiederholen.

Allerdings treten Schäden durch Feldmäuse auch an anderen Orten auf – in Obstplantagen und in Wäldern –, und dort lohnt es sich bereits, die Konfiguration zu variieren.

Zweiter Akt – Forstwirtschaft

In frisch angelegten Wäldern leistet der BUSA Mouse Plow hervorragende Dienste. Aus Samen gezogene Bestände passen sich besser an die lokalen Bedingungen an und ertragen Witterungsextreme deutlich besser, doch in den ersten Jahren können sie leicht den Feldmäusen zum Opfer fallen. Für dieses Problem verwendet man dieselben Mittel wie im Ackerbau: Arvalin, Ratron, PocokTox. Auch hier ersetzt unsere Maschine in der Regel die mühsame manuelle Ausbringung.

Das Problem war der Reihenabstand. In einer 2 m breiten Pflanzreihe fährt der Traktor direkt über die Setzlinge; wenn wir also die Gänge möglichst nah an die Jungpflanzen legen wollen, müssen wir eine asymmetrische Lösung einsetzen. Das ist durchaus machbar: Ein Arbeitsmodul läuft 30 cm links der Mittelachse, das andere 1,7 m rechts davon.
Ein kleiner Haken: In dieser Konfiguration ist das Gerät für den Straßenverkehr unangenehm überbreit. Die Lösung besteht also darin, das rechte Element einzuziehen. Voilà – der einseitig teleskopierbare BUSA Mouse Plow.

Dritter Akt – Obstplantage

**„Wie sich herausgestellt hat, kann die Feldmaus auch in Obstplantagen erhebliche Schäden verursachen. Das Besondere dabei ist die sehr heterogene Verteilung der Gänge: In der Baumreihe, wo der Boden durch die Unterstockbearbeitung lockerer ist, finden sich deutlich mehr Tunnel als im begrünten Zwischenraum, der durch Befahren oft verdichtet ist. Natürlich gräbt die Maus gern, aber nicht um jeden Preis.
In diesem Fall möchten wir das Ködermittel in 50–75 cm Abstand zu den Bäumen ausbringen, was bei einem Reihenabstand von 5 m einer Arbeitsbreite von etwa 3,5 bis 4 m entspricht. Mit einer Maschine dieser Größe ist weder das Fahren auf der Straße noch das Wenden am Reihenende ideal, daher setzen wir hier eine beidseitige Teleskoplösung ein.”

Hier stehen wir im Moment, aber wir haben schon jede Menge neue Ideen 😉

Bei Problemen mit der Feldmaus könnt ihr euch gerne an uns wenden!