Tiefer graben für mehr Effizienz: Eine neue Dimension der Weinbergsbewässerung mit BUSA BT.

Es ist ausgesprochen langweilig, einen Fachartikel mit dem Wetter oder der Dürre zu beginnen. Leider lässt es sich heute kaum vermeiden. Bewässerung ist in Ungarn längst kein Instrument mehr, das zusätzliche Sicherheit oder höhere Erträge verspricht – sie ist zur Grundvoraussetzung für das Überleben geworden. Plötzlich ist es eine dringende Aufgabe geworden, ein völlig neues System zu erlernen. Während südlich von uns diese Methoden seit Jahrzehnten verfeinert werden, müssen wir uns nun im Eiltempo jenes Wassermanagement aneignen, bei dem jeder einzelne Tropfen zählt.

Warum reicht es nicht, an der Oberfläche zu bleiben?

Traditionelle oberflächennahe Bewässerungsformen – ob Trommelberegnung, Linearberegnung oder sogar oberirdische Tröpfchenbewässerung – stoßen in Dauerkulturen auf erhebliche Grenzen. Die Verdunstungsverluste sind enorm; ein großer Teil des Wassers verschwindet in der Atmosphäre, ohne dass die Pflanze jemals damit in Kontakt käme.

Ein anschauliches Beispiel ist die Geschichte eines Partners, der eine oberirdische Tröpfchenbewässerung in vier Zonen einsetzte, jeweils in 6‑Stunden‑Intervallen. Nachdem er Bodenfeuchtesonden installierte, stellte er schockiert fest, dass der Wassergehalt des Bodens – den Kurven zufolge – bereits im Frühjahr kontinuierlich sank, obwohl das System lief. Auf den Rat eines Freundes stellte er auf 24‑Stunden‑Intervalle um – und die Kurve begann endlich zu steigen. Die Erklärung liegt in der Physik: Bei oberflächlicher Ausbringung trocknet die obere Bodenschicht in der Hitze sehr schnell aus. Werden nur 10 mm Wasser ausgebracht, verdunstet alles. Bei 40 mm gehen zwar ebenfalls die ersten 10 mm „verloren“, doch die verbleibenden 30 mm dringen in die Tiefe ein und können sich dort anreichern. Selbst vorsichtige Schätzungen zeigen: Bei oberflächlicher Bewässerung geht typischerweise die Hälfte des ausgebrachten Wassers ungenutzt verloren.

Die Vorteile der Tiefenbewässerung

Die Lösung liegt in der Installation der Leitungen in 30–50 cm Tiefe. Diese Technologie ist nicht neu, wurde in Ungarn jedoch bislang nur selten eingesetzt – bis jetzt. Mit tief platzierten Emittern „ziehen“ wir das Wurzelsystem nach unten. Während bei oberflächlicher Bewässerung die Wurzeln oben bleiben und während einer extremen Hitzewelle austrocknen können, ist die tief verwurzelte Pflanze deutlich widerstandsfähiger. Hier sind die Verdunstungsverluste minimal; selbst die kleinste Wassermenge hat einen Effekt, da die Feuchtigkeit direkt an die Wurzeln gelangt – dort, wo die austrocknende Wirkung der heißen Luft nicht mehr greift.

Diese Bewässerungsform erfordert jedoch eine gründliche Vorbereitung, da die Leitungen bis zu zehn Jahre im Boden verbleiben und daher eine anspruchsvollere Filtration und Wasseraufbereitung benötigen. Hier lohnt es sich, systemisch zu denken, etwa mit Pufferspeichern. In einem richtig dimensionierten Becken kann das Wasser sedimentieren und oxidieren – und noch wichtiger: Es schont die regionalen Wasserressourcen. Wenn der Teich mit kleinen Pumpen kontinuierlich gefüllt wird, wird an den heißesten Tagen weder der Kanal noch die Grundwasserleiter plötzlich überlastet. Eine solche Investition amortisiert sich noch schneller, wenn benachbarte Betriebe zusammenarbeiten und die Infrastruktur gemeinsam nutzen.

Effiziente Installation: Die BUSA‑Lösung in der Praxis

Der Aufbau eines solchen Systems ist eine erhebliche Investition. Deshalb hat BUSA Bt. genau dort angesetzt, wo sich die Kosten am effektivsten senken lassen: bei der Installation. Wir haben Verlegemaschinen entwickelt, die den Zugkraftbedarf radikal reduzieren. Während viele am Markt erhältliche Geräte oft mehr als 100 PS pro Schar benötigen, um überhaupt 30 cm Tiefe zu erreichen, arbeiten die BUSA‑Maschinen zuverlässig unterhalb von 40 cm – mit einem Zugkraftbedarf von lediglich 50 PS pro Schar.

Kürzlich haben wir unsere neueste zweireihige Verlegemaschine in einem Weinberg in Betrieb genommen, wo die Konstruktion ihre Praxistauglichkeit erneut unter Beweis stellte. Ein 110‑PS‑Traktor zog die Maschine mühelos in der gewünschten Tiefe. Noch beeindruckender war jedoch die logistische Effizienz: Die Wendemanöver am Reihenende und der Trommelwechsel – oft die größte Quelle von Stillstandszeiten – blieben bei uns konstant unter 60 Sekunden.

Wenn eine Trommel in 5–6 Minuten leerläuft, ist es ein gewaltiger Unterschied, ob der Wechsel vier Minuten dauert oder nur 45 Sekunden. Dieses Team verlegte bereits am „Aufwärmtag“ 7 Hektar und schloss am zweiten Tag mühelos die erste 15‑Hektar‑Etappe ab. Dieses Tempo – kombiniert mit dem reduzierten Leistungsbedarf – ermöglicht es, dass die Investition dem Betrieb so schnell wie möglich Luft verschafft – und Wasser.

Wir entwickeln unsere Maschinen kontinuierlich weiter und haben auch unser Mietmaschinenprogramm gestartet.Für Betriebe mit rund 100 Hektar ist der Kauf die wirtschaftlich sinnvolle Entscheidung. Für kleinere Flächen, bei denen die Installation nur wenige Tage dauert, bietet das Mietmodell eine deutlich kostengünstigere Lösung.
Es lohnt sich, bereits in der Planungsphase des Systems mit uns Rücksprache zu halten, da die verfügbaren – oder sich in Entwicklung befindlichen – Maschinen die optimale Auslegung maßgeblich beeinflussen können.

Unser gemeinsames Ziel ist klar: so effizient und so schnell wie möglich jene Bewässerungsinfrastruktur aufzubauen, die für das Fortbestehen des Pflanzenbaus in Ungarn unerlässlich ist.